Menu
Menü
X

Konfirmanden unterwegs

Am 23. Januar besuchten die Niederlahnsteiner Konfirmanden die „Stiftung Scheuern“.

Schon in der Konfistunde zuvor haben wir uns auf den Besuch vorbereitet und überlegt, was heißt es eigentlich: mit Einschränkungen oder Behinderungen leben zu müssen? Kennen wir Menschen mit Handicaps? Wer legt überhaupt fest, was als „behindert“ zu gelten hat?

Begleitet von Sabine Savelsberg sind wir dann mit Bus und Auto nach Nassau/Scheuern gefahren. Der Vormittag war ausgefüllt mit vielen (manchmal zu vielen) Informationen, die zunächst als Film, dann als Powerpointpräsentation vorgetragen wurden. Noch wichtiger aber war dann das Gespräch mit Frau Nörtershäuser und Herrn Steffen Brings, beides Mitarbeiter der Stiftung Scheuern und zwei Bewohnerinnen, die sehr anschaulich vom Leben und von der Geschichte dieser Einrichtung zu erzählen wussten.

Nach einem Rundgang durch den Zentralbereich in Scheuern mit einer ausführlichen Station vor dem Mahnmal zum Gedenken an die 1500 Menschen, die dem Euthanasieprogramm der Nazis zum Opfer gefallen sind, gab es zunächst einmal Mittagessen im Casino.

Danach traten wir den Fußmarsch zur Langauer Mühle an, einer großen Werkstatt in der Menschen mit Behinderungen arbeiten. Herr Goebels, Leiter der Schreinerei führte uns in einige  Abteilungen: Verpackung, Kreativwerkstatt und schließlich die Schreinerei.

Ein wenig müde, in jedem Fall aber nachdenklich und mit neuen wichtigen Gedanken und Anregungen erfüllt, machten wir uns auf den Heimweg. Weil das Programm so vielfältig war, aber auch der Fußweg zum Bahnhof nach Nassau noch bewältigt werden musste, sind wir schließlich eine Stunde später als geplant in Lahnstein angekommen.


top